Europas Leuchttürme verbinden Schifffahrtsgeschichte mit ganz unterschiedlichen Küstenlandschaften. Zwischen Dünen, an Hafeneinfahrten oder auf einsamen Felsen erzählen sie ihre eigenen Geschichten. Diese Auswahl stellt die zwölf Orte des ursprünglichen Beitrags mit überprüften historischen Angaben vor. Nicht jeder Turm ist innen zugänglich: Informieren Sie sich vor der Reise beim Betreiber über Zugang, Öffnungszeiten und Anfahrt.

Rubjerg Knude, Dänemark

An Jütlands Nordseeküste prägen Dünen und Küstenerosion die Geschichte dieses Leuchtturms. Ältere Vorhersagen seines baldigen Untergangs lassen eine wichtige Entwicklung aus: Im Oktober 2019 wurde der Turm auf Schienen rund 70 Meter ins Landesinnere versetzt, um ihn vor der abbrechenden Küste zu schützen. Landschaft und Rettungsaktion machen den Ort besonders.

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Rubjerg Knude, Dänemark
Rubjerg Knude

Lindau, Deutschland

Am Bodensee bilden der Bayerische Löwe und der Neue Leuchtturm das bekannte Ensemble der Lindauer Hafeneinfahrt. Der 1856 fertiggestellte Turm ist 36 Meter hoch und fällt durch die Uhr an seiner Fassade auf. Er zeigt, dass eindrucksvolle Schifffahrtszeichen nicht nur an Meeresküsten zu finden sind.

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Lindau, Deutschland
Lindau

Phare du Créac’h, Frankreich

Im Westen der Insel Ouessant ist der schwarz-weiß gestreifte Leuchtturm Créac’h ein markantes Wahrzeichen der Bretagne. Er steht an einem wichtigen Schifffahrtsgebiet zwischen Atlantik und Ärmelkanal. Besichtigungs- und Museumsangebote können sich ändern; prüfen Sie deshalb vor der Anreise die aktuellen Hinweise der örtlichen Touristeninformation.

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Phare du Créac’h, Frankreich
Créac’h

Herkulesturm, Spanien

Bei A Coruña in Galicien steht der Herkulesturm, dessen Ursprünge in die Römerzeit zurückreichen. Nach UNESCO-Angaben entstand er Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr.; sein römischer Kern blieb bei der Restaurierung im 18. Jahrhundert erhalten. Die Welterbestätte verbindet antike Ingenieurskunst mit einer außergewöhnlich langen Tradition der Seeschifffahrt.

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Herkulesturm, Spanien
Torre de Hércules

St Mary’s, England

St Mary’s wurde 1898 auf einer kleinen Gezeiteninsel bei Whitley Bay erbaut, war bis 1984 in Betrieb und wurde anschließend zum Besucherzentrum. Der Verbindungsweg zum Festland wird bei Flut überspült. Entscheidend für den Zugang ist deshalb der Gezeitenkalender und nicht lediglich ruhiger Wellengang.

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St Mary’s, England
St Mary’s

Leuchtturm Cordouan, Frankreich

Cordouan erhebt sich auf einem felsigen Plateau an der Mündung der Gironde in den Atlantik. Seine aufwendige Architektur erinnert an einen Palast. Der um die Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert errichtete Turm wurde Ende des 18. Jahrhunderts erhöht und 2021 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Überfahrt und gezeitenabhängige Besuchsbedingungen sind gesondert zu prüfen.

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Leuchtturm Cordouan, Frankreich
Cordouan

Beachy Head, England

Vor den weißen Kreidefelsen von East Sussex steht der rot-weiße Turm im Meer. Trinity House nennt 1902 als Baujahr, 33 Meter als Turmhöhe und 1983 als Jahr der Automatisierung. Der Kontrast zwischen Küstenklippen und Leuchtturm prägt den Charakter dieses Ortes.

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Beachy Head, England
Beachy Head

Chania, Griechenland

Am alten Hafen von Chania begegnen sich venezianische und ägyptische Geschichte. Die heutige Gestalt des Leuchtturms geht auf den ägyptischen Wiederaufbau im 19. Jahrhundert zurück. Vom Hafen aus bilden Wellenbrecher und schlanker Turm eines der bekanntesten Stadtbilder Kretas.

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Chania, Griechenland
Chania

Neist Point, Schottland

Bei Glendale am westlichen Rand von Skye wurde das Licht von Neist Point am 1. November 1909 erstmals entzündet. Der weiße Turm ist 19 Meter hoch. Das Northern Lighthouse Board weist keinen öffentlichen Zugang zum Turm aus. Planen Sie den Ausflug daher für Landschaft und Außenansicht statt für eine Innenbesichtigung.

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Neist Point, Schottland
Neist Point

Tourlitis, Griechenland

Tourlitis steht auf einem einzelnen Felsen vor Chora auf der Insel Andros. Der im Zweiten Weltkrieg zerstörte Leuchtturm wurde mit Unterstützung der Familie Goulandris wiederaufgebaut. Felsen, Steintreppe und Turm wirken beinahe märchenhaft.

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Tourlitis, Griechenland
Tourlitis

Þrídrangar, Island

Vor Islands Südküste steht Þrídrangar auf einem steilen Felsen im Meer. Auf Bildern beherrscht der Felsen die Szene; seine Höhe darf nicht mit der des kleinen Leuchtturmgebäudes verwechselt werden. Es handelt sich nicht um ein gewöhnliches, frei zugängliches Ausflugsziel. Gerade die abgeschiedene Lage macht seinen Reiz aus.

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Þrídrangar, Island
Þrídrangar

Formentor, Spanien

An Mallorcas Nordspitze gehören die Felslandschaft der Halbinsel Formentor und die Anfahrt zum Leuchtturm zum Erlebnis. Saisonale Verkehrsbeschränkungen können den Zugang beeinflussen; maßgeblich sind die aktuellen Hinweise der örtlichen Behörden.

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Formentor, Spanien
Formentor

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